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Trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter auf Wachstumskurs

EWE veröffentlicht Halbjahresbericht 2008


Oldenburg, 29. August 2008.
Die hohen Energie- und Rohstoffpreise an den Beschaffungsmärkten haben die Geschäfte des Oldenburger Energiekonzerns EWE belastet. Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,1 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. Dieses Wachstum ist auf Preis- und Mengensteigerungen zurückzuführen. Trotz höherer Umsatzerlöse lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 229,8 Mio. Euro um 12,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. „Die Strom- und Gasbezugskosten haben sich in den vergangenen zwölf Monaten stark verteuert", erläutert Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, anlässlich der Veröffentlichung des Halbjahresberichts. „Diese Kosten mussten wir an die Kunden weitergeben. Die Zeitverzögerung, mit der das in der Regel geschieht, hat unser Ergebnis belastet."
Der Konzern-Periodenüberschuss belief sich auf 127,2 Mio. Euro (Vorjahr: 145,1 Mio. Euro). Die dynamische Entwicklung im Bereich Telekommunikation und IT ist der Hauptgrund für den Anstieg der Beschäftigtenzahlen im ersten Halbjahr auf 5.117 (4.693).

Schwieriges Marktumfeld für Geschäftsbereich Energie
Das EBIT im Geschäftsbereich Energie lag mit 91,8 Mio. Euro um 33,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. In einem schwierigen Marktumfeld war der deutliche Ergebnisrückgang hauptsächlich durch den stark verteuerten Energiebezug und den zunehmenden Wettbewerb bedingt. Das Umsatzplus im Stromgeschäft spiegelt die gestiegenen Großhandelspreise wider. Diese hatten im April und November 2007 zu einer Erhöhung der Strompreise bei EWE geführt. Gegenläufig wirkten Mengenverluste in allen Kundensegmenten. Das Erdgasgeschäft verzeichnete witterungsbedingt höhere Umsätze. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Temperaturen legte der Gasabsatz im ersten Halbjahr um 6,8 Prozent zu.

Netzergebnis weiter unter Regulierungsdruck
Der Geschäftsbereich Netz verzeichnet in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang beim operativen Ergebnis (EBIT) um 13,7 Prozent auf 76,3 Mio. Euro. Für den Ergebnisrückgang war vor allem die Kürzung der Stromnetzentgelte durch die Bundesnetzagentur zum 1. März 2008 verantwortlich, die durch ein straffes Kostenmanagement nicht vollständig kompensiert werden konnte.

Positive Entwicklung bei Telekommunikation und IT
Der Geschäftsbereich I+K hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Ergebnis zugelegt. Der Umsatz kletterte um 12,4 Prozent auf 285,6 Mio. Euro. Das EBIT konnte mit 20,1 Mio. Euro (Vorjahr: 10,2 Mio. Euro) fast verdoppelt werden. Im Bereich Telekommunikation stiegen die Kundenzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 25 Prozent. Hierzu trugen die Erwerbe des Braunschweiger Telekommunikationsanbieters BCC und des Hamburger Kabelnetzbetreibers Martens ebenso bei wie das organische Wachstum aller Telekommunikationsgesellschaften. Besonders dynamisch hat sich das DSL-Geschäft entwickelt mit einer Steigerung um 15 Prozent auf insgesamt rund 500.000 Kunden im Breitbandbereich. Gegenläufig wirkten der anhaltend starke Preisdruck im Telekommunikationsmarkt. Der IT-Bereich konnte sich in einem schwierigen Marktumfeld behaupten.

Umsatzprognose für 2008 bestätigt
Für das Jahr 2008 rechnet EWE weiterhin mit einem operativen Ergebnis unter dem Niveau des Vorjahrs und erwartet für den Konzern einen Rückgang des EBIT um etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Der Verlauf des ersten Halbjahrs hat die Erwartungen, die wir angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten für das Gesamtjahr haben, bestätigt", sagt Brinker. „Dies verstehen wir als Ansporn. Wir sind optimistisch, wenn es darum geht, die Gegebenheiten unserer Märke mit den Anforderungen unserer Kunden in Einklang zu bringen und überzeugende Lösungen anzubieten. Dazu haben wir in den vergangenen Monaten ein Bündel neuer Produkte entwickelt, mit dem wir neue Vertriebsgebiete erschließen wollen. Auch unser internationales Geschäft konnten wir durch den Einstieg beim türkischen Erdgasversorger Kayserigaz weiter ausbauen."

EWE-Kennzahlen 1. Halbjahr 2008

 

            H1 2008

            H1 2007

Veränderung %

 Konzern (in Mio. Euro)      
 Umsatzerlöse

 2.599,7

 2.229,0

 11,1

 EBIT

 229,8

 261,3

 -12,1

 Periodenüberschuss

 127,2

 145,1

 -12,3

 Holding (in Mio. Euro)      
 Umsatzerlöse

 3,8

 2,4

 58,3

 EBIT

 189,3

 265,2

 -28,6

 Energie (in Mio. Euro)      
 Umsatzerlöse

 1.934,2

 1.770,9

 9,2

 EBIT

 91,8

 138,8

 -33,9

 Netz (in Mio. Euro)      
 Umsatzerlöse

 830,0

 776,3

 6,9

 EBIT

 76,3

 88,4

 -13,7

 I+K (in Mio. Euro)      
 Umsatzerlöse

 285,6

 254,1

 12,4

 EBIT

 20,1

 10,2

 97,1


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Tel.: 04 41 / 8 03 - 18 30
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