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EWE und EnBW beschließen Partnerschaft


Oldenburg, 11. Juli 2008.
EnBW Energie Baden-Württemberg AG ist der neue strategische Partner des Oldenburger Energiekonzerns EWE. Die Anteilseigner, der Aufsichtsrat und der Vorstand der EWE AG haben gestern einer Beteiligung der EnBW an der EWE AG in Höhe von 26 Prozent zugestimmt. Der Einstieg erfolgt in Form eines Aktienkaufes und einer Kapitalerhöhung. Das Gesamttransaktionsvolumen beträgt insgesamt rund zwei Milliarden Euro. Die beiden Partner wollen in den kommenden Jahren unter anderem im Bereich der erneuerbaren Energien, im Geschäftsfeld Gas sowie im Ausland kooperieren. Weiterhin will EnBW EWE beim Aufbau der konventionellen Stromerzeugung unterstützen. Der Einstieg bedarf noch der Zustimmung des Bundeskartellamtes.
„Wir haben den besten Partner für alle Beteiligten gefunden – für EWE, die Aktionäre, die Mitarbeiter, die Region und die Kunden", bilanzierte Henning Schultz, Geschäftsführer des Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverbandes. Hierin sind die Anteilseigner der EWE AG, 21 Landkreise und kreisfreie Städte aus Nordwestdeutschland, zusammengeschlossen. „Ganz besonders die kommunalen Anteilseigner bei EnBW versprechen eine Fortführung der starken regionalen Verwurzelung von EWE", so Schultz weiter. „Wir knüpfen außerdem an eine bewährte Situation an – die bis ins Jahr 2003 währende strategische Partnerschaft der kommunalen Anteilseigner mit E.ON", ergänzte der EWE-Aufsichtsratsvorsitzende Günther Boekhoff. Damals habe E.ON sein langjähriges Engagement bei EWE aufgeben müssen – als Auflage der sogenannten Ministererlaubnis für die Fusion mit Ruhrgas. Die Kommunen seien sich aber bereits beim Rückkauf dieser Anteile einig gewesen, mittelfristig wieder einen Partner aus der Energiewirtschaft zu suchen, so Boekhoff weiter.

Der EWE-Vorstandsvorsitzende, Dr. Werner Brinker, sprach die Bedeutung des Engagements eines Partners an. Der Zugriff auf Produktionskapazitäten bei Strom und Gas würde in einem von zunehmendem Wettbewerb geprägten Markt immer wichtiger und schwieriger. Der Zugang zu Erdgas sei mit der Beteiligung an dem Leipziger Gashändler VNG AG abgedeckt. Mit EnBW habe man die Unterstützung beim Aufbau von eigener konventioneller Stromerzeugung vereinbart. „Damit ist die Partnerschaft nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für unsere Kunden sehr wichtig", so Brinker. Er signalisierte weitere Kooperationsmöglichkeiten in anderen Bereichen. Ein gemeinsames Engagement sei in der Türkei möglich, ebenso beim Bau von Erdgasspeichern.

„Die Partnerschaft zwischen EnBW und EWE ist ein wichtiges Signal für den Energiestandort Deutschland und stärkt diesen. Die Partnerschaft zwischen EnBW und EWE ist eine strategische und eröffnet beiden Unternehmen in einem sich weiter konzentrierenden Energiemarkt Europa die Chance, sich weiter zukunftsfähig zu entwickeln. Als strategischer Partner der EWE wollen wir unsere Stärken in die Partnerschaft einbringen, zahlreiche Synergiepotentiale für beide Unternehmen nutzen und gemeinsam zentrale Geschäftsfelder weiter entwickeln. Entwicklungspotenziale und Felder der Zusammenarbeit sehe ich bei der Energieerzeugung, bei gemeinsamen Akquisitionen im Ausland und im Geschäftsfeld Gas", so Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Brinker und Schultz betonten, dass man in den vergangen Jahren mit vielen größeren europäischen Energieversorgern über eine Partnerschaft gesprochen habe. Grundvoraussetzung für die Zustimmung zum Einstieg sei gewesen, dass der Partner das EWE-Geschäft gut ergänze und die Multi-Service-Strategie von EWE annehmen und weiter verfolgen werde. „Dazu gehört insbesondere die Verbindung von Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie als Voraussetzung für die intelligente Energieversorgung der Zukunft", so Brinker.

Die Gremien der beiden Unternehmen haben der Transaktion bereits zugestimmt. Das Bundeskartellamt wird diese Partnerschaft in den nächsten Monaten prüfen.



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