EWE muss Erdgaspreis zum August anheben - Grund sind gestiegene Bezugskosten (Brandenburg / Rügen / Nord Vorpommern)
Strausberg, 10. Juni 2008.
Der Oldenburger Energiedienstleister EWE hebt zum 1. August 2008 seine Erdgaspreise an. Für Haushaltskunden in der Region Brandenburg/Rügen steigt der Preis pro Kilowattstunde Erdgas um netto 0,8 Cent. Die Preisanhebung bedeutet für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 25.000 Kilowattstunden monatliche Mehrkosten von rund 20 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Dies entspricht im Tarif EWE Erdgas classic einer prozentualen Steigerung von 16,6 Prozent.
Als Grund für die Erhöhung nennt EWE die in den letzen Monaten auf dem Weltmarkt gestiegenen Einkaufspreise. „Der rasant wachsende Weltenergiebedarf ist für die allgemeine Verteuerung verantwortlich. Davon ist derzeit keine Energiequelle ausgenommen", sagt Dr. Ulrich Müller, Leiter der EWE-Geschäftsregion Brandenburg/Rügen. „Diese Entwicklung trifft Deutschland besonders hart. Als rohstoffarmes Land sind wir auf Energieimporte angewiesen", so Müller. An der Preiserhöhung verdiene das Unternehmen nicht mit. Um Verluste abzuwenden, müsse EWE die gestiegenen Bezugskosten an seine Kunden weitergeben.
Einen großen Anteil am Bruttopreis haben die staatlich verursachten Belastungen. Der Anteil der Steuern und Abgaben beträgt 23 Prozent.
„Die gestiegenen Erdgasbezugspreise resultieren aus den Preisvereinbarungen der Importgesellschaften und den wenigen Produzenten, zum Beispiel in Norwegen, Russland und den Niederlanden", erklärt Müller. In diesen langfristigen Bezugsverträgen mit Laufzeiten bis 2030 seien Preisbindungen für Erdgas vereinbart, die sich an der Entwicklung des Ölpreises orientieren. Dieses sichere den deutschen Importeuren langfristig die zur Versorgung der Kunden notwendigen Gasmengen.
„Eine Entkopplung der Gaspreise von den Ölpreisen ist unrealistisch. Sie ist im internationalen Einkauf gegenüber den wenigen Produzenten nicht durchsetzbar. Zudem zeigt die Preisentwicklung an den Gasbörsen, dass das dort angebotene Erdgas ohne Ölpreiskopplung auch nicht günstiger ist", so Müller.
Auch andere Energieversorger spüren diese Entwicklung und haben ihre Preise in der Vergangenheit schon angehoben oder werden sie noch anheben.
Ein Produkt, mit dem EWE-Kunden ihre Energierechnung senken können, ist ein neues Online-Produkt für Erdgas, das seit Ende April 2008 zur Verfügung steht. Wer sich dafür entscheidet, spart im Jahr gegenüber den EWE classic-Verträgen für den Erdgasbezug jeweils rund 38 Euro bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 25.000 Kilowattstunden. Der Vertrag kann nur online abgeschlossen werden und hat eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.ewe.de.
Wie man darüber hinaus Energie sparen und damit Kosten senken kann, erfahren die Kunden in den EWE ServicePunkten und KundenCentern. Dort gibt es zum Beispiel das Energiesparbuch oder das Energiespar-Konto.
Ausführliche Informationen zur Preisanhebung erhalten alle EWE-Kunden in den kommenden Tagen per Post.
Keine Zählerablesung erforderlich:
Für die Ermittlung der Zählerstände zum Stichtag 1. August 2008 ist eine gesonderte Ablesung der Zähler nicht erforderlich. Die Berechnung der Verbrauchsmengen erfolgt anhand von statistisch erfassten und ständig aktualisierten Temperaturaufzeichnungen anteilig zu alten und neuen Preisen. Kunden können ihre Zähler aber auch selbst ablesen und den Zählerstand einem der nahe gelegenen EWE ServicePunkte mitteilen. EWE empfiehlt, die Abschlagsbeträge entsprechend anzupassen, um Nachzahlungen zu vermeiden. Zählerstände und Änderungen der Abschlagsbeträge können auch über das Internet unter www.ewe.de mitgeteilt werden.
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