5. Landeswettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“
Forschernachwuchs wird in Oldenburg geehrt
Oldenburg, 29. März 2008.
Auch in diesem Jahr kam Forschernachwuchs aus ganz Niedersachsen nach Oldenburg. Anlass war der 5. niedersächsische Landeswettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“. Am Samstag wurden die Sieger aus sieben Fachbereichen gekürt. Insgesamt präsentierten 83 Schülerinnen und Schüler im Alter von neun bis 14 Jahren der Jury 42 Wettbewerbsbeiträge. Wie in den Vorjahren hatte die EWE Stiftung für den Wettbewerb die Patenschaft übernommen und war für seine Finanzierung, Abwicklung und Ausstattung verantwortlich. Austragungsort des 5. Landeswettbewerbes war wieder das Zentrum für Aus- und Weiterbildung der EWE AG. Hinter dem Wettbewerb steht die Stiftung Jugend forscht.
Die Siegerehrung fand im Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg statt. Nach der offiziellen Begrüßung durch Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE Stiftung, Stadtrat Martin Schumacher und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, konnten sich die Sieger über Geld- und Sachpreise freuen. Dabei waren die ersten Plätze mit je 150 Euro dotiert. Die Preisverleihung übernahmen Dr. Peter Heering, Landeswettbewerbsleiter von „Schüler experimentieren“, die Patenbeauftragte der EWE Stiftung, Kerstin Kappler und die Juroren der insgesamt sieben Fachgebiete. Darüber hinaus gab es zweite und dritte Plätze sowie Sonderpreise, die unter anderen Peter Fischer, Ministerialrat im Niedersächsischen Kultusministerium, überreichte.
Im Fachgebiet Arbeitswelt zeichnete die Jury Katrin Dannert (13) und Britta Hamers (14) vom Gymnasium Georgianum in Lingen als Landessiegerinnen aus. Sie analysierten Ampelsysteme und den Kassenbetrieb in Kaufhäusern mit Hilfe einer Systemtheorie, um hier Engpasssituationen zu verbessern.
Landessieger im Fachgebiet Biologie wurden Mehmet Kale (14) und Niklas Olinski (14) vom Gymnasium Kleine Burg aus Braunschweig. Die beiden Schüler untersuchten verschiedene Teesorten auf ihre kariesvorbeugende Wirkung.
Florian Kreyßig (12) vom Wilhelm Gymnasium in Braunschweig ist Landessieger im Fachbereich Chemie. Der Schüler untersuchte, wie man aus Kartoffeln den Biokraftstoff Ethanol gewinnen kann.
Platz eins in den Geo- und Raumwissenschaften belegte Marijke Siemens (14) vom Wilhelm Gymnasium in Braunschweig. Sie untersuchte die Folgen von Überflutung bei unterschiedlichen Bodenverhältnissen. Ein Starkregenereignis während eines Zeltlagers brachte die Schülerin auf die Idee.
Landessieger im Fachbereich Mathematik/Informatik ist Lucas Jürgens (12) vom Christian Gymnasium in Hermannsburg. Der Schüler baute aus selbstprogrammierten Speicherbausteinen ein Gerät, das Messdaten automatisch aufnehmen und speichern kann.
Birte Weinig (11), Theresa Schulz (12) und David Hartmann (11) vom Gymnasium Ritterhude heißen die Landessieger im Fachgebiet Physik. Sie untersuchten, welche Papierfliegertypen am längsten fliegen. Dazu bauten sie einen Fliegertyp, den sie systematisch veränderten. Zum Start diente unter anderem eine selbstgebaute Armbrust.
Der Landessieger im Fachbereich Technik heißt Felix Johannes Hofmann. Er baute aus Baumarktmaterialien ein Gerät, das gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Für den Betrieb benötigte das Modell Strahlungswärme, für die der Schüler einen Fön beziehungsweise eine Glühlampe nutzte.
Landessieger mit einem interdisziplinären Projekt, das die Fachbereiche Chemie, Biologie und Technik umfasst, wurden Michael Krah (12) und Thilo Kostian (12) vom Gymnasium Cäcilienschule Oldenburg. Die beiden Jungen ließen verschiedene Apfelsorten vergären und untersuchten, wie viel Ethanol dabei entsteht. Gleichzeitig ermittelten sie, wie viele Autos mit dem Ethanol aus der niedersächsischen Apfelernte von 2006 angetrieben werden könnten.
Ebenfalls Landessieger mit einem interdisziplinären Projekt, das die Fachbereiche Technik, Chemie und Physik umfasst, wurden Katharina Stratmann (13) und Lars Härtel (14) vom Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht. Sie untersuchten verschiedene Dämmstoffe auf ihre Dämmwirkung, ihre Brennbarkeit und biologische Abbaubarkeit. Sie entwickelten zudem ein Verfahren, um aus Altpapier einen neuen Dämmstoff herzustellen.
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