EWE eröffnet das ZentrumZukunft
Gebäude in Emstek zeigt Energie und Wohnen von morgen
Oldenburg, 11. März 2008.
„Mit dem ZentrumZukunft zeigen wir Lösungen für das Wohnen von morgen im Hinblick auf die Energieversorgung, Kommunikation und Gebäudeautomation.“ Dies sagte der EWE-Vorstands-vorsitzende Dr. Werner Brinker gestern (11. März) auf einer Pressekonferenz anlässlich der offiziellen Eröffnung des ZentrumsZukunft im ecopark in Emstek. Geladen waren Gäste aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche.
„Bereits mit seinem Einsatz für die Landesinitiative Brennstoffzelle fördert EWE seit Jahren innovative Energieanwendungen. Mit dem Zentrum Zukunft setzt EWE diesen Weg konsequent fort und stützt damit zudem den Wissenschaftsstandort Niedersachsen“, so Hirche.
Man wolle, so EWE-Chef Brinker, in dem hochmodernen Gebäude Marktpartnern, Schulen und Hochschulen, Handwerksunternehmen, Architektur- und Planungsbüros wie auch Kommunen und Verbänden Schulungen zu den Themen Energieeffizienz und Neue Medien anbieten, um sie auf die Technologie der Zukunft einzustimmen.
Brinker zufolge ergänzt das Zentrum Zukunft die EWE-Aktivitäten mit Blick auf die Energieversorgung der Zukunft ganz gezielt. „Wir setzen hier Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis um.“ So würden zukünftig zum Beispiel Ergebnisse, die das EWE Forschungszentrum für Energietechnologie liefert, im Zentrum Zukunft zur Anwendung kommen. Das EWE Forschungszentrum soll als so genanntes An-Institut der Universität Oldenburg schwerpunktmäßig in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiespeicherung arbeiten.
Konkrete Handlungsempfehlungen für die Energieversorgung der Zukunft hat EWE zusammen mit Vertretern aus Forschung und Wissenschaft in den so genannten 10 Bullenseethesen niedergeschrieben. Weiterführende Überlegungen zu den Thesen 5 und 7 stellten auf der Pressekonferenz die an der Diskussion Beteiligten Prof. Gert Brunekreeft, Leiter des Bremer Energie Instituts und Professor an der Bremer Jacobs University, sowie Prof. Joachim Luther, emeritierter Professor an der Universität Freiburg sowie früherer Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme vor.
Luther machte darauf aufmerksam, dass erneuerbare Energien heute bereits einen unverzichtbaren Anteil am Energiemix haben. „Um die großen Potenziale erneuerbarer Energien effektiv nutzen zu können, bedarf es aber einer optimalen Integration dieser Energien in die Stromnetze“, sagte Luther.
Brunekreeft stellte heraus, dass die Einsparung von Energie in vielen Fällen kostengünstiger zu erreichen ist, als eine erhöhte Energiebereitstellung. „Energie sparen ist in vielen Anwendungsbereichen die günstigere Energiequelle“, so Brunekreeft. Dass Energie sparen auch ohne Komfortverlust funktioniere, zeige EWE im ZentrumZukunft.
Das nahezu würfelförmige Gebäude teilt sich in drei Bereiche auf: die Energiezentrale, Schulungsräume mit modernster Präsentationstechnik und einen dreigeschossigen Wohnbereich. Die Energiezentrale sorgt für die Energieversorgung des Hauses und nutzt zukunftsweisende Wärme-, Kälte- und Stromerzeuger, wie zum Beispiel eine Klimaanlage, die Kälte aus Solarenergie erzeugt, einen Stirling Motor oder auch eine Brennstoffzelle für Einfamilienhäuser, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt.
Für außergewöhnliche Telekommunikationsinfrastruktur sorgt im ZentrumZukunft wie auch im gesamten Gewerbegebiet eco-Park in den kommenden Wochen die EWE-Tochter EWE TEL. So schließt das Unternehmen die Betriebe im ecopark direkt mit Lichtwellenleiterkabeln (LWL) an. Üblich sind bislang Kupferkabel. Die LWL-Anbindungen ermöglichen enorm hohe Bandbreiten von bis zu 40 Mbit/s – dies ist mehr als zweimal schneller als der schnellste herkömmliche DSL-Anschluss in Deutschland. Zum Vergleich: Private Hauhalte besitzen in der Regel DSL-Anschlüsse mit etwa 4 Mbit/s. Weiterer Vorteil: Die Stabilität gegenüber herkömmlichen Leitungen ist deutlich höher.
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