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ZentrumZukunft zeigt Energieversorgung und Wohnen von morgen


Oldenburg, 1. Februar 2008.
Das „ZentrumZukunft“ im ecopark an der A1 bei Cloppenburg soll die Anforderungen an zukünftiges Wohnen aufzeigen, und zwar im Hinblick auf  Energieversorgung, Kommunikation und die Gebäudeautomation. Mitte März wird der Bauherr – der Energiedienstleister EWE – das Gebäude offiziell eröffnen.

Vertreter der Presse konnten jedoch bereits Anfang Februar einen Blick in die „Zukunft“ werfen. Man wolle in dem hochmodernen Gebäude Marktpartnern, Schulen und Hochschulen, Handwerksunternehmen, Architektur- und Planungsbüros oder auch Kommunen und Verbänden Schulungen zu den Themen Energieeffizienz und Neue Medien anbieten, um sie auf die Technologie der Zukunft einzustimmen, erklärte der für den zukünftigen Betrieb Verantwortliche, Robert Münning, beim Rundgang durch das Gebäude.

Das nahezu würfelförmige Gebäude teilt sich in drei Bereiche auf: die Energiezentrale, Schulungsräume mit modernster Präsentationstechnik und einen dreigeschossigen Wohnbereich. Die Energiezentrale sorgt für die Energieversorgung des Hauses und nutzt zukunftsweisende Wärme-, Kälte- und Stromerzeuger, wie zum Beispiel eine Klimaanlage, die Kälte aus Solarenergie erzeugt, einen Stirling Motor oder auch eine Brennstoffzelle für Einfamilienhäuser, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen.

Der Fokus einer nachhaltigen Energieversorgung liegt Münning zufolge zukünftig auf der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung. Darüber hinaus kommen derzeit mit einer Holzpellet-Heizung und einem Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk Heizsysteme zum Einsatz, die nachwachsende Rohstoffe nutzen. „Die Geräte können wir jederzeit austauschen, so dass wir hier immer wieder neue Innovationen zeigen“, sagt Münning.

Welche technischen Entwicklungen sich für das Wohnen von morgen abzeichnen, zeigte Claas Loewenstein vom EWE Gebäudemanagement auf. Ihm zufolge wird es zukünftig nur noch wenig sichtbare Technik in den Häusern geben, im Vordergrund werden wachsender Komfort, bei bewussterem Umgang mit Energie stehen. Ein wichtiges Thema werde daher zukünftig die Vernetzung technischer Geräte sein. „Medien, Haustechnik und Telekommunikation werden zukünftig über eine Bedienoberfläche gesteuert“,  sagt Loewenstein. Zum Beispiel müsse eine Gefahrenmeldeanlage nicht mehr im Haushalt vorhanden sein, sondern könne auf einem Server im EWE-Rechenzentrum installiert werden. Im Haushalt selbst sind nur noch Melder installiert, die Glasbruch, Rauch oder Einbruch an die Alarmzentrale übermitteln. Die Bedienung kann dann wahlweise zum Beispiel über einen heimischen Bildschirm oder das Mobiltelefon erfolgen.

Anfang 2005 hatte EWE mit dem Förderverein der Fachhochschule Oldenburg, Ostfriesland, Wilhelmshaven Architekturstudenten im Rahmen eines Ideenwettbewerbs dazu aufgerufen, – nach entsprechenden Vorgaben – Entwürfe für ein solches Gebäude zu entwickeln. Der Entwurf zweier Studentinnen überzeugte damals die Jury.

Auf Grundlage dieses Entwurfes entstand das Gebäude in Emstek, bei Cloppenburg.



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