EWE: Erneuerbare Energien effizienter nutzen
Oldenburg, 27. April 2007.
Das Potenzial von Erneuerbaren Energien muss dem Energiedienstleister EWE zufolge besser genutzt werden. Es gehe dabei einerseits darum, diese Energiequellen optimaler in den Energiemix zu integrieren. Andererseits könnten aber auch regenerative Energiequellen – wie zum Beispiel Biogas – effizienter genutzt werden, sagt EWE-Chef Dr. Werner Brinker anlässlich der bundesweiten Initiative Tag der Erneuerbaren Energien am 28. April.
EWE errichte in diesem Zusammenhang eine der ersten Biogasaufbereitungsanlagen in Deutschland. Die Anlage entsteht im niedersächsischen Werlte (Landkreis Emsland) und soll im Spätsommer in Betrieb gehen. Aus organischen Abfällen (zum Beispiel aus der Lebensmittelindustrie) und Gülle erzeugtes Biogas wird hier so aufbereitet, dass es in das Erdgasnetz von EWE eingespeist werden kann. Aus dem Biogas wird dabei vor allem Kohlendioxid entfernt, um es der Erdgasqualität anzugleichen. Bislang wird Biogas zumeist in Blockheizkraftwerken (BHKW) genutzt, die an landwirtschaftliche Betriebe gebunden sind. Genutzt wird aber nur der vom BHKW erzeugte Strom. Für die gleichzeitig erzeugte Wärme gibt es in den landwirtschaftlichen Betrieben meistens keine Verwendung. Dagegen kann aufbereitetes Biogas, das ins öffentliche Erdgasnetz gelangt, überall – und damit effizienter – genutzt werden.
„Der Nutzung regenerativer Energiequellen stand EWE schon immer sehr aufgeschlossen gegenüber“, so Brinker. In dem Zusammenhang begrüße EWE, dass mit dem „Tag der Erneuerbaren Energien“ die zunehmende Bedeutung der regenerativen Energien herausgestellt werde. Welche Rolle unter anderem regenerative Energien für die Energieversorgung der Zukunft spielen, hat EWE in den so genannten Bullenseethesen formuliert. Diese Thesen und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Energieversorgung hat EWE unter anderem zusammen mit dem Bremer Energieinstitut und dem Fraunhofer Institut entwickelt.
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