EWE erhöht Strompreis zum 1. November - Grund: Gestiegene Bezugskosten und regenerativ erzeugter Strom
Oldenburg, 10. September 2007.
Der Oldenburger Energiedienstleister EWE wird den Strompreis im Tarif EWE Strom classic (früher Allgemeiner Tarif) zum 1. November 2007 von derzeit netto 14,90 Cent auf 17,20 Cent pro Kilowattstunde anheben. Ein Haushalt mit durchschnittlicher Größe und einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt damit pro Monat brutto 8 Euro bzw. 14,2 Prozent mehr als bislang. Der Grundpreis bleibt mit 55 Euro brutto pro Jahr unverändert. Für die Preiserhöhung nennt das Unternehmen zwei Gründe.
„Die Strommengen für die Jahre 2006 und 2007 hatte EWE zu sehr günstigen Konditionen gekauft und konnte im Vergleich zu anderen Unternehmen – von staatlichen Einflüssen abgesehen – den Preis für mehr als zwei Jahre stabil halten. Seitdem sind die Bezugskosten, die sich am Börsenpreis orientieren, aber deutlich gestiegen“, sagt EWE-Chef Dr. Werner Brinker. „Daraus entstehen für EWE Mehrkosten, die vom Unternehmen nicht aufgefangen werden können“, so Brinker weiter.
Als weiteren Grund für die Preisanhebung nennt das Unternehmen, deutlich höhere Strommengen aus erneuerbaren Energiequellen. Zum Hintergrund:
Strom aus erneuerbaren Energien wird gemäß des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) staatlich gefördert. Dies bedeutet, dass Netzbetreiber jede regenerativ erzeugte Kilowattstunde Strom, die ins Netz eingespeist wird, zu einem gesetzlich vorgegeben Preis kaufen müssen. Dieser Preis liegt über dem für konventionell erzeugten Strom. Die Gesamtmenge an EEG-Strom und die damit verbundenen Kosten werden bundesweit auf alle Stromkunden verteilt. Dies ist politisch gewollt, um so den Anteil der regenerativen Energien an der Gesamtstrommenge zu erhöhen. „Da der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen höher war als ursprünglich angenommen, ergeben sich auch für EWE zusätzliche Kosten, die über den bisherigen Preis nicht abgedeckt waren“, sagt Brinker. Erneuerbare Energien seien mit Blick auf den Klimaschutz sinnvoll. Die höheren Kosten, die dadurch entstünden, dürfe man aber nicht ausblenden. EWE bleibe trotz der Preiserhöhung einer der günstigsten Stromanbieter in Deutschland.
Brinker wies auf der Pressekonferenz gleichzeitig auf ein neues EWE-Bündelprodukt hin, das Kunden im kommenden Jahr in Anspruch nehmen können, um dadurch Energiekosten zu sparen.
Für die Ermittlung der Zählerstände zum Stichtag 1. November 2007 ist eine gesonderte Ablesung der Zähler laut EWE nicht erforderlich. Die Kunden können auf eigenen Wunsch ihre Zähler selbst ablesen und den Zählerstand der zuständigen EWE-Geschäftsregion Anfang November mitteilen. Kunden, die eine Erhöhung ihrer Abschlagsbeträge wünschen, werden gebeten, sich mit EWE in Verbindung zu setzen. Die Zählerstände vom 1. November 2007 und Änderungen der Abschlagsbeträge können auch per Internet unter www.ewe.de mitgeteilt werden.
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