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Milder Winter drückt Umsatz und Ergebnis - EWE veröffentlicht Halbjahresbericht 2007


Oldenburg, 29. August 2007.
Die außergewöhnlich milden Temperaturen im Winter und Frühjahr haben beim Oldenburger Energiekonzern EWE im ersten Halbjahr 2007 zu einem Umsatz- und Gewinnrückgang geführt. „Im Gasgeschäft führte dies im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 zu einem deutlichen Absatzeinbruch von über 20 Prozent. Dabei kommt auch zum Tragen, dass der Winter 2006 deutlich kälter war“, sagt Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, anlässlich der Veröffentlichung des Halbjahresberichts. Das weniger witterungsabhängige Stromgeschäft habe sich demgegenüber gut entwickelt. Die Aktivitäten im Bereich Telekommunikation und Informationstechnologie sein von einer starken Nachfrage und einem erfolgreichen Neukundengeschäft geprägt gewesen.

Umsatz sank im ersten Halbjahr um 15 Prozent
Der Konzernumsatz im ersten Halbjahr lag mit 4,3 Mrd. Euro um 0,8 Mrd. Euro oder 15 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund für den Rückgang sind die deutlichen Einbußen beim Erdgasabsatz sowohl im Bereich Ferngas als auch bei der Lieferung an Endkunden. Durch die veränderte Einbeziehung der Ferngasgesellschaft  VNG - Verbundnetz Gas AG, die seit dem 15. Mai 2007 als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode im Konzernabschluss abgebildet wird, ist der Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2006 nur bedingt aussagekräftig. Aufgefangen werden konnte das Umsatzminus zum Teil durch die positive Entwicklung des Stromgeschäfts. Hier stiegen die Umsätze sowohl mengen- wie auch preisbedingt. Auch der Stromhandel steuerte einen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Anteil bei. Absatzsteigerungen in den Bereichen Festnetz, DSL und Mobilfunk führten zudem zu einer Umsatzausweitung des Segments I+K (Informationstechnologie und Telekommunikation). Die Kundenzahl stieg um rund 5 Prozent auf über 520.000.  

Für 2007 rückläufiger Umsatz und operatives Ergebnis erwartet
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich um 36 Prozent auf 319 Mio. Euro. Neben dem ertragsschwachen Erdgasgeschäft belasteten im ersten Halbjahr 2007 auch der anhaltende Preisdruck im Telekommunikationsmarkt und die Bildung einer Rückstellung für langfristige Finanzierungszusagen zum Aufbau des EWE Forschungszentrums für Energietechnologie an der Universität Oldenburg das operative Ergebnis. Der Konzernüberschuss sank um 46 Prozent auf 159,2 Mio. Euro. Da das erste Halbjahr den Umsatz und das operative Ergebnis stärker beeinflussen, rechnet EWE für das Jahr 2007 mit rückläufigen Geschäftszahlen.

Mitarbeiterzahl im Bereich I+K um 6 Prozent gestiegen
Zum 30. Juni 2007 beschäftigte der EWE-Konzern 4.762 Mitarbeiter. Der Rückgang des Personalstands gegenüber Ende 2006 (5.836) ist Folge der veränderten Einbeziehung von VNG. Operativ hat sich die Zahl der Mitarbeiter erhöht. Hierzu trug vor allem das Segment I+K bei. Die Telekommunikationsunternehmen verzeichneten einen deutlichen Anstieg von 6 Prozent.

Zu den wesentlichen Ereignissen im ersten Halbjahr 2007 zählten der Erwerb von 39,9 Prozent der Anteile an dem Erdgasversorger Bursagaz im April 2007 und der damit verbundene Einstieg von EWE in den türkischen Energiemarkt.



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