EWE unterschreibt Kreditlinie über 850 Millionen Euro
Oldenburg, 08. Mai 2006.
Die EWE AG hat jetzt die Verträge über eine neue syndizierte revolvierende Kreditfazilität über 850 Millionen Euro unterschrieben. Die Kreditlinie mit einer Laufzeit von sieben Jahren dient der allgemeinen Betriebsmittelfinanzierung. Die Transaktion war als Kreditlinie über 750 Millionen Euro an den Markt gebracht worden. Nach einer höchst erfolgreichen Syndizierung, die mehr als 100% überzeichnet war, hat EWE entschieden, die Kreditlinie auf 850 Millionen Euro zu erhöhen. Gleichzeitig wurden die ursprünglichen Zeichnungsbeträge aller Banken des Syndikates deutlich zurückgestuft.
Barclays Capital (die Investmentbanking-Abteilung der Barclays Bank PLC), Dresdner Kleinwort Wasserstein (die Investmentbanking-Abteilung der Dresdner Bank AG), HSBC Bank plc sowie The Royal Bank of Scotland plc traten bei dieser Transaktion in der Rolle der Arrangeure und Konsortialführer (Mandated Lead Arrangers und Bookrunners) auf.
Das Syndikat umfasst 21 Banken, einschließlich nationaler und internationaler Banken sowie Investmentbanken. Dieser Kreditlinie kommt für EWE zentrale Bedeutung zu. Der Kreis der Konsortialbanken, die diese Finanzierung bereitstellen, wird als Kerngeschäftsbanken die weitere Entwicklung von EWE begleiten.
Die Marge für diese Finanzierung beläuft sich in den ersten fünf Jahren auf 15 Basispunkte p.a. über EURIBOR und steigt auf 17,5 Basispunkte p.a. in den Jahren sechs und sieben. Darüber hinaus werden weitere 2,5 Basispunkte p.a. gezahlt, wenn die Fazilität zu mehr als 50% in Anspruch genommen wird. Die Bereitstellungsprovision ist auf 30% der jeweiligen Marge festgesetzt. Den Arrangeuren (Arrangers) wurden bei einer Bereitstellung von 75 Millionen Euro 6,5 Basispunkte einmalig als Beteiligungsprovision angeboten, den Co-Arrangeuren (Co-Arrangers) 5,5 Basispunkte bei einer Bereitstellung von 50 Millionen Euro. "Diese besonders günstigen Konditionen spiegeln das gegenseitige Vertrauen zwischen uns und unseren Kerngeschäftsbanken wider, die damit unsere solide Finanzstruktur und gute Stellung im Markt anerkennen", sagte EWE-Finanzvorstand Michael Wagener.
EWE ist einer der fünf großen deutschen Energieversorger. Der in Oldenburg, Niedersachsen, ansässige Konzern konzentriert sich auf drei Hauptgeschäftsfelder: Erdgas, Strom und Telekommunikation / IT. EWE versorgt Kunden in der Ems-Weser-Elbe-Region mit Erdgas und Strom, auf der Insel Rügen, sowie in Teilen von Brandenburg und Nord-Vorpommern mit Erdgas. EWE befindet sich zu 100 % in kommunaler Hand. 82 % des Aktienkapitals entfallen auf die Weser-Ems-Energiebeteiligungen GmbH – eine Holding, die dem Zweckverband der Landkreise und Städte des Weser-Ems-Bezirks gehört – und 18 % auf den Energieverband Elbe-Weser-Beteiligungsholding GmbH. Hierbei handelt es sich um eine Holding, die dem Zweckverband der Landkreise des Elbe-Weser-Bezirks und der Stadt Cuxhaven gehört. Mit der Beteiligung an der VNG – Verbundnetzgas AG, Leipzig, ist EWE zum drittgrößten Erdgaslieferanten in Deutschland aufgestiegen. Der Teilkonzern der VNG – Verbundnetz Gas AG wird von EWE konsolidiert. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro. Das EBITDA lag bei 624,4 Millionen Euro.
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