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EWE-Chef: Anreizregulierung benachteiligt effiziente Unternehmen


Oldenburg, 30. Juni 2006.
Kritik am heute veröffentlichten Bericht der Bundesnetzagentur zur Anreizregulierung übte EWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker. Von dem Begriff Anreizregulierung sei nur noch die Regulierung übrig geblieben. EWE befürworte zwar eine Regulierung. Diese müsste aber mit echten Anreizen verbunden sein und die Unternehmen fair behandeln, so Brinker. Diese Voraussetzungen seien durch den aktuellen Bericht nicht gegeben.

„Überdurchschnittlich effiziente Unternehmen wie EWE müssen auch künftig gute Renditen erwirtschaften können“, betonte Brinker. Nur so sei es möglich, in ausreichendem Umfang in die Netze investieren zu können und damit die Versorgungsqualität zu sichern. Deutschland – und ganz besonders das EWE-Gebiet – verfüge im internationalen Vergleich über ein hohes Niveau bei der Versorgungssicherheit. Bei den vorliegenden Plänen der Bundesnetzagentur sei diese auf lange Sicht gefährdet.

Gerade Unternehmen in dünn besiedelten Regionen würden von dem Konzept der Bundesnetzagentur benachteiligt. Auch EWE gehöre zur diesen Unternehmen, so Brinker. Sie müssten aufgrund des vergleichsweise langen Leitungsnetzes deutlich höhere Investitionslasten tragen als andere Unternehmen. Mit dieser Ungleichbehandlung würden die jahrzehntelangen Bemühungen der EWE AG für den Aufbau einer Versorgungsinfrastruktur im strukturschwachen Nordwesten Deutschlands nachträglich bestraft, so der EWE-Vorstandsvorsitzende.



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