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Regionales Konsortium plant Kabeltrasse für Strom aus Offshore-Windenergieanlagen


Oldenburg, 14. Juli 2006.
Ein regionales Konsortium um den EWE Konzern aus Oldenburg plant für den Abtransport von Strom aus Offshore-Windenergieanlagen den Bau einer rund 70 Kilometer langen Erdkabeltrasse durch die Landkreise Aurich und Leer. Partner in diesem Projekt sind neben EWE die Landkreise Aurich und Leer sowie als regionale Planer und Projektentwickler die Firmen ENOVA Energieanlagen GmbH (Bunderhee), Eos Offshore AG (Varel), Nordsee Windpower GmbH & Co. KG (Westerholt) und BARD Engineering GmbH (Bremen). Sie wollen möglichst noch in diesem Jahr eine gemeinsame Infrastrukturgesellschaft gründen. 

 „Die Landkreise haben sich für eine Lösung eingesetzt, die alle Interessen, insbesondere der Bevölkerung und der Umwelt, in angemessener Weise berücksichtigt“, sind sich Bernhard Bramlage, Landrat des Landkreises Leer, und Frank Puchert, 1. Kreisrat des Landkreises Aurich, einig. „Strom aus OffshoreWindkraftanlagen gewinnt in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung“, sagt EWE-Vorstand Heiko Harms. Offshore-Windparks könnten aber nur mit dem Transport des erzeugten Stroms von der Küste zu den Verbrauchsschwerpunkten ihrer Rolle im zukünftigen Energiemix gerecht werden. Das Konsortium hat zwei mögliche Kabeltrassenkonzepte – für eine Ost- und eine West-Trasse – vom Küstenort Hilgenriedersiel nach Diele bei Papenburg entwickelt. Die Kabel sollen zunächst eine elektrische Leistung von 2.000 Megawatt transportieren. Das entspricht der Leistung von rund 400 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Einzelleistung von 5 Megawatt oder der Leistung von zwei konventionellen Kernkraftwerken.

Baubeginn wird voraussichtlich im Jahr 2007 sein. Mit der Fertigstellung rechnet das Konsortium im Jahr darauf. Die genaue Investitionssumme wird noch ermittelt. In Kürze werden Mitarbeiter und Beauftragte von EWE die betroffenen Grundstückseigentümer entlang der Trasse über das Projekt informieren. Um auch die Interessen der Landwirte zu berücksichtigen, waren die Vertreter der Landwirtschaft von Beginn an in das Projekt einbezogen.



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