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Konsortium realisiert ersten Offshore-Windpark in der deutschen Nordsee - EWE beteiligt sich an bisher einmaligem Projekt


Oldenburg, 2. Oktober 2006.
In einem bislang einmaligen Gemeinschaftsprojekt der drei deutschen Energieunternehmen EWE, E.ON Energie und Vattenfall Europe wird der erste große Offshore-Windenergiepark in der deutschen Nordsee entstehen. Darauf einigten sich die Unternehmen jetzt in einer gemeinsamen Erklärung. Weitere Projektpartner sind Windanlagenhersteller und das Bundesumweltministerium.

Insgesamt ist die Aufstellung von zwölf Windenergieanlagen der 5-MW-Leistungsklasse bis 2008 geplant. Das Testfeld befindet sich rund 45 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum. Das Investitionsvolumen beträgt nach derzeitigen Planungen rund 175 Mio. Euro.

„Wir leisten hier Pionierarbeit bei der Weiterentwicklung der Nutzung erneuerbarer Energien unter technisch sehr anspruchsvollen Bedingungen", stellt Dr. Jörg Buddenberg heraus, Leiter der Abteilung Umwelttechnologie bei EWE. Eine derartig intensive, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit zur Errichtung eines Offshore-Windparks sei bisher in Deutschland einmalig. Die Forschungsergebnisse werden anschließend allen wesentlichen Offshore-Akteuren zur Verfügung gestellt.

Strom aus Offshore-Anlagen sei ein wichtiger Baustein in der zukünftigen Energieversorgung, begründet Buddenberg das Engagement von EWE. Für die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie brauche man jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine angemessene Vergütung. Hier bestehe noch Optimierungsbedarf, so Buddenberg weiter. Die Beteiligung am Windpark Borkum West sei eine konsequente Fortsetzung des langjährigen Engagements von EWE in der Windenergienutzung. Derzeit betreibt das Unternehmen 41 Windenergieanlagen, darunter auch einige der 5-MW-Klasse.

Ein zukünftiger Ausbau der Stromerzeugung aus Windenergie geht auch mit einem Ausbau der Netzinfrastruktur einher. Buddenberg zufolge zeigt sich jedoch in der Praxis, dass trotz sorgfältiger Planungen der Energieversorgungsunternehmen der Netzausbau aufgrund langwieriger Genehmigungsverfahren nicht mit dem erforderlichen Tempo vorangeht. Deshalb sei es jetzt notwendig, mit dem Infrastrukturbeschleunigungsgesetz die umweltrechtlichen Belange mit den Vorgaben der Bundesnetzagentur zum wirtschaftlichen Betreiben der Netze in Einklang zu bringen. Die erneuerbaren Energien könnten zudem nur dauerhaft ihren Beitrag zur kohlenstoffarmen Wirtschaft und zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Energieerzeugung leisten, wenn die unterschiedlichen europäischen Fördersysteme harmonisiert würden, so Buddenberg abschließend.



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