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EWE NETZ wird Netzentgelte für Strom senken - EWE gibt Kürzung an Kunden weiter


Oldenburg, 18. Dezember 2006.
Die EWE NETZ GmbH aus Oldenburg wird rückwirkend zum 1. Dezember 2006 ihre Stromnetzentgelte senken. Die Bundesnetzagentur setzt die Entgelte für die Nutzung des Stromverteilnetzes im 1- und 20- kV-Bereich um 9,9 Prozent niedriger an als von EWE NETZ beantragt. Die neuen Netzentgelte gelten bis 31. Dezember 2007.

„EWE NETZ hat die Netzentgelte immer sachgerecht und objektiv berechnet. Im bundesweiten Vergleich gehören unsere Netzentgelte zu den günstigsten", kommentierte Heiko Harms, Vorstand Netze und IT, den Bescheid. „Der Einschnitt ist verglichen mit Kürzungen bei anderen Unternehmen moderat, trifft uns aber dennoch hart."

Unter der scharfen Regulierung durch die Bundesnetzagentur leide nicht nur das Unternehmen, sondern auch die gesamte Region, so Harms weiter: „Investitionen in das Stromnetz setzen angemessene Netzentgelte voraus. EWE NETZ ist bereits sehr effizient und betreibt eines der sichersten Stromnetze in Europa. Wir können unsere Effizienz nicht unendlich steigern, um die gekürzten Entgelte aufzufangen", sagte Harms. EWE werde seine Investitionen in Ausbau und Unterhaltung des Netzes kürzen müssen.

Die Konzernmutter EWE AG gibt die niedrigeren Entgelte zeitnah an die Kunden weiter. Ob und in welcher Höhe sich die Preise für die Tarifkunden dadurch ändern, steht jedoch noch nicht fest. Der Strompreis für die Kunden setzt sich aus Netzentgelten, Beschaffungskosten sowie Steuern und Abgaben zusammen. Durch die Senkung der Netzentgelte um 9,9 Prozent wird sich der Strompreis für Kunden um etwa 4 Prozent reduzieren, da die Netzentgelte rund 40 Prozent des Bruttostrompreises ausmachen. Weitere 40 Prozent sind Steuern und Abgaben, 20 Prozent Beschaffungskosten. Aufgrund gestiegener Kosten für die Förderung der erneuerbaren Energien sowie höherer Bezugskosten hatte EWE bereits im Juli einen Antrag auf Strompreiserhöhung beim niedersächsischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gestellt. Das Ministerium prüft jetzt unter Berücksichtigung der genehmigten Netzentgelte die von EWE beantragte Strompreiserhöhung im Allgemeinen Tarif (jetzt EWE Strom classic). Zum Jahresanfang wird sich die höhere Umsatzsteuer zusätzlich belastend auf die Preise auswirken.

Einzelheiten zu den Stromnetzentgelten finden Sie im Internet unter www.ewe-netz.de .



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