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Siegerehrung für Forschernachwuchs


Oldenburg, 12. März 2005.
Insgesamt 40 Ideen hatte die Jury beim zweiten niedersächsischen Landeswettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ zu bewerten. Am Samstag kürte sie in Oldenburg die Sieger aus sieben Fachbereichen. Wie bereits im Vorjahr hatte die EWE Stiftung für den Wettbewerb die Patenschaft übernommen und war für seine Finanzierung, Abwicklung und Ausstattung verantwortlich. Austragungsort des 2. Landeswettbewerbes war das Zentrum für Aus- und Weiterbildung (ZAW) der EWE AG. Hinter dem Wettbewerb steht die Stiftung Jugend forscht.

Die Siegerehrung fand im Hörsaal der Universität Oldenburg statt. Heiko Harms, Vorstand der EWE Aktiengesellschaft, begrüßte die Gäste – unter ihnen Niedersachsens Kultusminister und Schirmherr des Wettbewerbes, Bernd Busemann, Oldenburgs Oberbürgermeister Dietmar Schütz und der Vizepräsident der Carl von Ossietzky Universität, Prof. Dr. Reto Weiler. Die Preisverleihung übernahmen Dr. Peter Heering, Landeswettbewerbsleiter von „Schüler experimentieren“, und die Juroren der insgesamt sieben Fachgebiete. Die Sieger konnten sich über Geld- und Sachpreise freuen. Dabei waren die ersten Plätze mit je 150 Euro dotiert. Darüber hinaus gab es zweite und dritte Plätze sowie Sonderpreise.

Im Fachgebiet Arbeitswelt zeichnete die Jury Anette Scheeler (15) und Tobias Lobach (14) von der Braunschweiger Neue Oberschule aus. Die beiden hatten sich mit der Wartungstechnik von Schulnetzwerken auseinandergesetzt und eine Methode entwickelt, mit der Computerprogramme schneller installiert werden können.

Rhododendren nehmen Wasser fast nur über den Stängel und nicht – wie oft behauptet – über ihre Blätter auf. Zu diesem Ergebnis kamen Marie-Cristin Grünhage, Michelle Bernhardt und Johanna Mlinarzik vom Gymnasium Hindenburgschule aus Nienburg. Die 12-jährigen Schüler belegten damit den ersten Platz im Fachgebiet Biologie.

Dass bei Sodbrennen Milch das beste Hausmittel ist, das fand Sabrina Behrens (15) vom Gymnasium Kleine Burg aus Braunschweig heraus und wurde damit Siegerin im Fachgebiet Chemie.

Der erste Platz in der Disziplin Geo- und Raumwissenschaften ging an Schülerinnen des Wilhelm-Gymnasiums Braunschweig. Barbara Klimars (11) und Marijke Siemens (10) beschäftigte die Frage, ob das Wetter in Braunschweig Stöckheim anders ist, als in Cremlingen-Hemkenrode. Ihr Ergebnis nach einem Jahr der Wetterdatensammlung: Es gibt durchaus deutliche Unterschiede.

Mit den Methoden der Mengenlehre verglich die 15-jährige Barbara Michalski unendliche Mengen und zeigte unterscheidbare „Unendlichkeiten“ auf. Die Jury belohnte sie dafür mit dem ersten Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik.

Zwei erste Plätze vergab die Jury im Fachgebiet Physik. Sie begründete die Entscheidung mit der „hohen Qualität der Arbeiten“. Der Frage nach der perfekten Linse gingen Frithjof Galitz, Philipp Krausewitz (je 13), und Pascal Kettelmann (14) vom Gymnasiums Carolinum aus Osnabrück nach. Mit physikalischen Methoden beantworteten auch Schüler des Felix-Klein Gymnasiums aus Göttingen die Frage was genau beim Eier kochen im Eierkocher passiert. Dafür ging auch ein erster Platz an die 11-jährigen Katharina Isabelle Poltze, Liya Hagos und Pauline Hogrefe.

Landessieger im Fachgebiet Technik wurden Felix Kallert (9) und Rik Deemter (10) aus Wildeshausen. Sie hatten eine joystickgesteuerte Styroporschneidemaschiene entwickelt.

Zum interdisziplinären Landessieger wurde Philipp Frantzheld (14) vom Gymnasium Johanneum. Er untersuchte Sonnencremes auf ihre Schutzwirkung und verwendete dabei sowohl Methoden aus der Chemie als auch aus der Physik.

80 Schüler hatten sich für den zweiten niedersächsischen Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ – die Juniorensparte von „Jugend forscht“ – qualifiziert. Sie waren die Sieger aus sieben niedersächsischen Regionalwettbewerben. Schüler im Alter bis zu 15 Jahren aus allen Schulformen konnten zu den verschiedenen Fachgebieten Arbeiten einreichen. Diese präsentierten sie – einzeln oder im Team – der Jury am Freitag im ZAW. Die Jury setzte sich aus Lehrern, Hochschullehrern und Vertretern aus der Wirtschaft zusammen. Die interessierte Öffentlichkeit konnte die ausgestellten Arbeiten am Samstag genauer in Augenschein nehmen.

Die Oldenburger Carl von Ossietzky Universität übernahm mit dem Landeswettbewerbsleiter Dr. Peter Heering vom Institut für Physik die wissenschaftliche Begleitung für den zweiten niedersächsischen Landeswettbewerb von „Schüler experimentieren“.

Der Wettbewerb dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland. Die EWE Stiftung fördere mit der Übernahme der Patenschaft für den Wettbewerb „Schüler experimentieren“ die Freude und Begeisterung der Schüler an naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen. Das Engagement decke sich zudem voll mit den Zielen der EWE Stiftung, die außer Kunst und Kultur sowie Erziehung und Bildung Projekte aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung unterstützte, hieß es seitens der EWE Stiftung.



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