Restabfall: Erst vorbehandeln, dann entsorgen
Oldenburg, 3. Juni 2005.
Seit Juni 2005 dürfen Restabfälle auf Deponien nur noch nach gesetzlich vorgegebener Behandlung abgelagert werden. Zu diesem Zweck hat der Energiedienstleister EWE die ehemalige Annahmehalle des Kompostwerkes Ammerland zu einer mechanischen Abfallbehandlungsanlage und Umschlagstation umgebaut. EWE betreibt die Anlage im Auftrag des Landkreises Ammerland.
Am Freitag (3. Juni) ging die neue Anlage offiziell in Betrieb – unter anderem im Beisein von Landrat Jörg Bensberg, Dr. Jörg Buddenberg, Abteilungsleiter der EWE Umwelttechnik und dem Leiter der EWE Geschäftsregion Oldenburg, Gunter Korfkamp.
Müll- und Containerfahrzeuge laden die Restabfälle aus den Landkreisen Ammerland und Oldenburg – etwa 48 000 Tonnen im Jahr – jetzt in der neuen Halle ab, wo sie zerkleinert werden. Anschließend erfolgt die Absiebung des Materials und somit eine Auftrennung des Restabfalls in organische und heizwertreiche Bestandteile. Beides wird anschließend zur externen Weiterbehandlung abtransportiert.
Die Anlieferhalle wurde vollständig entkernt und in südlicher Richtung um 28 Meter verlängert. Sowohl an der Süd- als auch an der Nordseite wurden Tore für die Anlieferung und den Abtransport der Abfälle eingebaut. Während der etwa 3-monatigen Bauphase waren ausschließlich Firmen aus der Region im Einsatz. Die Aufbereitungstechnik wie Zerkleinerer, Siebmaschine und Förderbänder dagegen wurden im westfälischen Velbert konstruiert.
Der Landkreis Ammerland erfüllt mit der neuen Anlage fristgerecht die neuen rechtlichen Anforderungen zur Vorbehandlung von Restabfällen.
Der in Mansie bislang verarbeitete Biomüll aus der braunen Tonne wird jetzt nicht mehr kompostiert. Er wird in der neuen Annahmehalle nur noch umgeschlagen und in zugelassenen Anlagen an anderen Standorten verwertet.
EWE arbeitet hierbei mit der Firma Vornkahl zusammen, die unter anderem Kompostwerke in den Kreisen Salzwedel und Halberstadt im Bundesland Sachsen-Anhalt betreibt. Auch der Bioabfall aus dem Landkreis Vechta, der bis vor einigen Jahren noch in Mansie mitbehandelt wurde, wird seit 2 000 durch die Firma Vornkahl ordnungsgemäß verwertet.
Kompostiert werden in Mansie jetzt nur noch angelieferte Grünabfälle (Garten- und Parkabfälle). Damit kann auch weiterhin im Sinne der Kreislaufwirtschaft qualitativ hochwertiger Kompost als Dünger an die Bürger abgegeben werden.
EWE zufolge wird sich durch die Umnutzung und den damit verbundenem Abtransport der Bioabfälle Art und Ausmaß aller luftverunreinigenden Emissionen einschließlich Gerüchen deutlich verbessern.
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