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EWE betont Bedeutung des Unternehmens für Region

Vorstand und Aufsichtsrat beziehen Stellung zur Kritik an Gaspreisen


Oldenburg, 2. September 2005.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Kritik an der Gaspreiserhöhung der EWE AG stellen jetzt der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Brinker und der Aufsichtsratsvorsitzende Günther Boekhoff die Bedeutung des Unternehmens für die Region heraus. „EWE ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in Niedersachsen", so Boekhoff. „Allein im Bereich Telekommunikation und Informationstechnologie sind in den letzten sieben Jahren rund 1 400 neue Arbeitsplätze entstanden."

Auch EWE-Chef Brinker kann die öffentliche Kritik nicht nachvollziehen. EWE investiere jährlich rund 400 Mio. Euro in die Region, dazu zählten z. B. Investitionen in eine leistungsfähige Infrastruktur. „Wir verfügen über das sicherste Stromnetz in Deutschland und über das dichteste Gasnetz", fügt der EWE-Chef hinzu. „Ausfälle gibt es kaum." Das sei besonders für produktionsintensive Betriebe entscheidend.

Boekhoff betont, man solle wieder zu einer sachlichen Ebene zurückfinden. EWE dürfe nicht dazu benutzt werden, um sich kurz vor der Bundestagswahl in der Presse zu positionieren. So würden derzeit alle unternehmerischen Entscheidungen und Geschäftsabläufe mit der Preiserhöhung in Verbindung gebracht.

Der Kritik an der Dividendenausschüttung hält Boekhoff entgegen: „Die Dividendenerhöhung steht im Zusammenhang mit der Übernahme des E.ON-Anteils durch die kommunalen Anteilseigner von EWE." Die Entscheidung, die Anteile zu übernehmen, sei weit im Vorfeld der Preiserhöhung getroffen worden. Solche weit reichenden unternehmerischen Fragen würden in den kommunalen Gremien sorgfältig und unter Berücksichtigung der Bürgerinteressen diskutiert. „Unsere Dividende ist nach wie vor sehr niedrig und liegt deutlich unter der Ausschüttung von börsennotierten Unternehmen", führt Brinker an.

Im vergangenen Jahr zahlte EWE allein für die Region Weser-Ems 55 Mio. Euro Konzessionsabgaben, 15 Mio. Euro Gewerbesteuer und 25 Mio. Euro Dividende. „Ohne diese Beiträge könnten die Kommunen viele Leistungen gar nicht erbringen", so der Aufsichtsratsvorsitzende Boekhoff. Darüber hinaus fördere die gemeinnützige EWE-Stiftung wichtige schulische und kulturelle Einrichtungen mit jährlich rund 1,25 Mio. Euro.

Zur öffentlichen Kritik an der Vergütung für den EWE-Aufsichtsrat erläutert Günther Boekhoff: „Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus Vertretern von CDU und SPD, Arbeitnehmern und externen fachkompetenten Mitgliedern. Die Entschädigung für den Aufsichtsrat liegt nach einer externen Untersuchung im unteren Drittel vergleichbarer Unternehmen."

Brinker betont, dass der Grund für die Preiserhöhung die in diesem Jahr erneut gestiegenen Bezugskosten für Erdgas am Markt seien, die wiederum aus der weltweit hohen Energienachfrage resultierten. EWE fördert Erdgas nur in geringem Maß selbst und ist deshalb auf Importe weniger Produzenten angewiesen. Diese bestimmten weltweit die Preise maßgeblich.

„Dadurch, dass wir die höheren Kosten beim Einkauf zeitlich verzögert an die Kunden weitergeben, sind uns seit 2004 Ausfälle von mehr als 20 Mio. Euro entstanden", so der Vorstandsvorsitzende. Zudem machten Steuern und Abgaben bis zu 40 Prozent der Energiepreise aus. So zahle EWE jährlich rund 700 Mio. Euro an den Staat.

Derzeit seien die Preise bundesweit in Bewegung. „Es ist unser Anspruch, auch weiterhin einer der günstigsten Anbieter für Strom und Erdgas zu bleiben," so Brinker.



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