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Teures Öl sorgt für Anstieg der Gaspreise zwischen Ems, Weser und Elbe


Oldenburg, 25. August 2004.
Die seit dem Frühjahr dieses Jahres deutlich steigenden Ölpreise machen eine Anpassung der Erdgaspreise notwendig. Mehrere Energieunternehmen haben bereits entsprechende Preiserhöhungen angekündigt. Jetzt hat auch der Energiedienstleister EWE mit Hauptsitz in Oldenburg entschieden, seine Erdgaspreise zum 1. September dieses Jahres anzupassen.

Grund für diese Anpassung ist die Kopplung des Erdgaspreises an den Heizölpreis, dem die Erdgaspreise mit mehrmonatiger Verzögerung folgen. Der Heizölpreis ist wiederum maßgeblich vom Preis für Rohöl abhängig, der seit dem Frühjahr von 30 auf inzwischen über 42 Dollar pro Barrel (US$/bbl) und damit um rund 40 Prozent gestiegen ist. Hauptgrund für die hohen Rohölpreise ist die angespannte Versorgungssituation, die u.a. aufgrund weltweit hoher Nachfrage und aufgrund von Unsicherheiten in der Golf-Region und bei dem russischen Ölkonzern Yukos entstanden ist.

Mit einer Preisanhebung von netto 0,4 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh) erhöhen sich die jährlichen Ausgaben für Erdgas für einen durchschnittlichen Haushaltskunden (30 000 kWh pro Jahr) im Ems-Weser-Elbe Gebiet um 11,8 Prozent beziehungsweise um rund 139 Euro brutto. „Damit erreichen unsere Nettopreise nun wieder fast das Niveau von Februar 2001", erläutert EWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker. „Wir erwarten, dass auch andere Erdgasversorger ihre Preise deutlich anheben. EWE wird weiterhin einer der bundesweit günstigsten Erdgasanbieter bleiben."

„Diese günstigen Preise haben wir durch schlanke Strukturen und effiziente Arbeitsabläufe erreicht. Aber hohe Ölpreise und gestiegene Steueranteile können wir nicht beeinflussen", so Brinker weiter. Der Staatsanteil am Erdgaspreis beträgt derzeit nahezu 30 Prozent.

Unabhängig von der aktuellen Anpassung der Erdgaspreise hat sich die Versorgung mit Erdgas für EWE-Kunden im Ems-Weser-Elbe-Gebiet als vorteilhaft erwiesen: Das bescheinigt der TÜV Nord in einem Gutachten, in dem er einen so genannten Vollkostenvergleich anstellt. Hierbei werden nicht nur die reinen Energiekosten, sondern alle Kapital- und Betriebskosten in die Rechnung einbezogen. Die Kunden sparten über die betrachteten fünf Jahre (1998-2002) im Vergleich zu Heizöl bis zu 150 Euro im Jahr.

Für die Ermittlung der Zählerstände zum Stichtag 1. September 2004 ist eine gesonderte Ablesung der Zähler nach EWE-Angaben nicht erforderlich. Die Berechnung der Erdgasverbrauchsmengen erfolgt anhand von statistisch erfassten und ständig aktualisierten Temperatur-Aufzeich-nungen anteilig nach den alten und neuen Preisen. Die Kunden können ihre Zähler aber auch selbst ablesen und den Zählerstand der zuständigen EWE-Geschäftsregion mitteilen. Kunden, die eine Erhöhung ihrer Abschlagsbeträge wünschen, werden gebeten, sich mit EWE in Verbindung zu setzen. Zählerstände vom 1. September 2004 und Änderungen der Abschlagsbeträge können auch per Internet unter www.ewe.de mitgeteilt werden.



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