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Fünf Journalisten erhalten die „Oldenburger Feder“


Oldenburg, 25. November 2004.
Journalisten aller Medien sowie aus vielen Verlagen und Sendern hatten sich um den Journalistenpreis „Oldenburger Feder 2004" beworben. Zum dritten Mal waren sie dazu von der EWE AG, einem der größten Energiedienstleister Deutschlands eingeladen worden. Gestern (25. November) ehrte EWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker im Festsaal des ehemaligen Oldenburger Landtags die Preisträger. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft überreichte der EWE-Chef die Trophäe, ein aus Acryl gefertigtes Tintenfass mit einer Schreibfeder auf einem Edelstahlsockel, wie auch die Geldpreise. Insgesamt ist der Journalistenpreis mit 19 000 Euro dotiert.

Damit werden in diesem Jahr journalistische Beiträge belohnt, die sich mit dem Thema „Die Bedeutung von Sport in Wirtschaft und Gesellschaft" in deutschsprachigen Medien beschäftigten und 2004 veröffentlicht oder gesendet wurden. Sportmoderator Jörg Wontorra unterstrich bei der Preisverleihung das Engagement von EWE für den Sport und besonders für die Förderung des Nachwuchses.

Der EWE Vorstandsvorsitzende stellte heraus: „Durch Sport lernen Kinder und Jugendliche Fähigkeiten, die sie später auch im Berufsleben brauchen. Dazu zählen Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Disziplin und Kreativität."

Das Engagement von Unternehmen im Sport war auch in mehreren eingereichten Beiträgen Gegenstand der Betrachtung.

Der 1. Preis unter den Printbeiträgen ging an Arne Färber, der in der Märkischen Oderzeitung in Bernau bei Berlin in einer Serie zum Thema „Sport und Wirtschaft im Niederbarnim" die wirtschaftliche Situation einzelner Sportler und Vereine beleuchtete.

Den 2. Preis erhielt Ralf Meutgens aus Neuss. Er berichtete im Rennrad-Magazin „Tour" über rätselhafte Todesfälle unter Radsportlern, schleppende Ermittlungen und die Weigerung vieler Verantwortlicher, moderne Methoden zur Dopingerkennung anzuwenden.

Der 3. Preis ging an Robin Halle aus Dortmund. Er schildert in Sport-Bild das Schicksal eines 23 Jahre alten Fußballfans, der in eine Auseinandersetzung mit Ordnern verwickelt wurde. Das deshalb gegen ihn ausgesprochene Stadionverbot für fünf Jahre konnte er nicht verwinden und beging Selbstmord.

Der Sonderpreis für einen Fernseh-Beitrag ging an Henning Rütten aus Hamburg. Er beschreibt in einem vom NDR ausgestrahlten Porträt das Schicksal des ungarischen Torhüters Guyla Grosics, dem das „Tor von Bern" als politischer Fehler angekreidet wurde. Während Deutschland das Tor als „Wunder" feierte, wurde er dafür unter Hausarrest gestellt.

Den Sonderpreis Hörfunk erhielten Herbert Fischer-Solms und Heinz Peter Kreuzer aus Köln für einen vom Deutschlandfunk gesendeten Beitrag über die Fußballweltmeisterschaft 1954 und die daraus erwachsene neue Identität der Bundesrepublik. Experten schildern die Impulse, die von Bern ausgingen sowie ihre Bedeutung für die Menschen von heute und kommen zu dem Schluss: „Es muss ein Bern durch Deutschland gehen".

Alle für den Wettbewerb eingesandten Beiträge wurden von Dozenten der Berliner Schule für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit, Klara, begutachtet und nach handwerklichen wie auch inhaltlichen Gesichtspunkten beurteilt.



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