Nachhaltigkeit (BULLENSEE-THESEN)
In unserem Verständnis von Nachhaltigkeit gehören soziale Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der Schutz der natürlichen Umwelt untrennbar zusammen, um heutigen wie auch zukünftigen Generationen die Möglichkeit zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu ermöglichen.
Ziel unseres Nachhaltigkeitsmanagements ist die Steuerung von ökologischen, sozialen und ökonomischen Wirkungen, um erstens eine langfristig stabile Konzern- und Geschäftsentwicklung zu erreichen und zweitens einen positiven Beitrag von EWE zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Gesellschaft sicherzustellen.
„Die Weltbevölkerung wird bis 2030 um 30 Prozent auf über acht Milliarden wachsen und der Primärenergieverbrauch im gleichen Zeitraum um circa 60 Prozent: Ein ’weiter so wie bisher’ ist nicht mehr möglich, vor allem, wenn die Belange des Klima- und Umweltschutzes berücksichtigt werden sollen. Ohne einen intelligenten Mix von erneuerbaren und konventionellen Energieträgern entsteht eine Versorgungslücke, die die deutsche Wirtschaft und das Sozialsystem entscheidend gefährden können“, so Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG.
Zukunft braucht Energie, denn die Weltbevölkerung wächst. Aber ihrem steigenden Energiebedarf stehen die begrenzten Rohstoffvorkommen der Erde gegenüber. Und die negativen Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Energiepreise sind schon heute spürbar.
Mit Blick auf das Jahr 2030 und darüber hinaus erarbeitete EWE deshalb gemeinsam mit Experten aus Forschung und Wissenschaft eine Strategie für die zukünftige Energieversorgung: Die BULLENSEE-THESEN. Die Kernforderungen lassen sich verkürzt auf die Formel E3 bringen: noch mehr Energie sparen, Energieeffizienz deutlich steigern und erneuerbare Energien stärker ausbauen. Nur so lassen sich eine steigende Energienachfrage, Umweltschutz und Versorgungssicherheit vereinen.
Entwicklung der BULLENSEE-THESEN:
- Prof. Dr. Joachim Luther, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (bis 2006),
Professor emeritus an der Universität Freiburg und Geschäftsführer (CEO) des Solar Energy Research Institute of Singapore - Prof. Dr. Wolfgang Pfaffenberger, Leiter des Bremer Energie Instituts (bis 2006) und Adjunct Professor of Economics an der Jacobs University, Bremen
- Prof. Dr. Ulrich Wagner, Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik an der Technischen Universität München
- Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des Vorstandes der EWE AG
Seit 2007 beteiligen sich weitere Wissenschaftler an der Weiterentwicklung und Ausarbeitung der BULLENSEE-THESEN:
- Prof. Dr. Christoph Böhringer, Professor für Wirtschaftspolitik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
- Prof. Dr. Gert Brunekreeft, Leiter des Bremer Energie Instituts (seit 2006) und Professor an der Jacobs University, Bremen
- Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung, Oldenburg
- Prof. Dr. Stephan Rammler, Direktor des Instituts für Transportation Design an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
Die Formel E3 geht bereits heute in der Geschäftstätigkeit von EWE auf: Im Bereich Forschung und Entwicklung hat das Unternehmen seine Aktivitäten intensiviert. EWE fördert Grundlagenforschung, Technologieentwicklungen, Demonstrationsprojekte und Dienstleistungsangebote im Bereich Energieeinsparung und arbeitet mit zahlreichen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Partnern aus Wirtschaft und Politik zusammen. 2009 nahm das EWE Forschungszentrum für Energietechnologie - Next Energy - seine Arbeit auf, in Kooperation mit der Oldenburger Carl von Ossietzky-Universität.
Die Online-Version und das Druckexemplar der BULLENSEE-THESEN sowie die Publikation zur Umsetzung der Thesen in die Praxis, "BULLENSEE-THESEN in unserer Unternehmenspraxis", können Sie in der rechten Spalte unter "Dokumente" als PDF herunterladen. Oder bestellen Sie hier ein Printexemplar.