Speicherprojekt Moeckow stellt strategische Weichen
Strategische Bedeutung kommt einem Speicherbauprojekt im Landkreis Ostvorpommern zu. Die Salzstruktur Moeckow als zukünftiger Speicherstandort ist etwa 20 Kilometer von Greifswald entfernt. Die grundsätzliche Eignung der Salzstruktur für die Errichtung eines Gasspeichers konnte EWE durch eine 3-D-seismische Vermessung und eine 1.600 Meter tiefe Probebohrung nachweisen. Mit dem Ausspülen der ersten Kavernen beginnt EWE voraussichtlich im Jahr 2012. Die Sole soll verdünnt und umweltverträglich in den Greifswalder Bodden eingeleitet werden.
Wichtiger Anlass für den Bau dieses Speichers ist die Nähe zur geplanten Ostseeleitung „Nord Stream", die russisches Erdgas nach Westeuropa transportieren soll. Der Bau eines Erdgasspeichers in unmittelbarer Nähe zum Anlandepunkt der Pipeline bzw. zum Anschlusspunkt für die Weiterverteilung nach Westen und Süden ist für EWE ein bedeutender Schritt für den konsequenten Ausbau der Speicherkapazitäten und damit strategisch wichtig für die Entwicklung des Geschäftsfelds Speicherdienstleistungen.
Untersuchungen haben ergeben, dass Moeckow im weiteren Umfeld von Greifswald die einzige geeignete Salzstruktur ist. Sie beginnt etwa 450 Meter unter der Erdoberfläche und reicht insgesamt mehr als 2.500 Meter tief in die Erde.
Erst bei einem Druck von neun Tonnen gibt diese Salzgesteinsprobe nach. Solche Drucktests gehören zu den zahlreichen Voruntersuchungen, die EWE im Rahmen einer Speicherbauplanung durchführt.