Energieumwandlung setzt Fokus auf Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien
Bei der Energieumwandlung konzentriert sich EWE auf Projekte, die sich mit der Effizienzsteigerung durch Kraft-Wärme-Kopplung und der Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien beschäftigen. Beispiel für das Engagement des Unternehmens im Bereich der Energieumwandlung ist die Brennstoffzellen-Technologie, die EWE seit Jahren gemeinsam mit Herstellern von Brennstoffzellen-Heizsystemen in Feldtests vorantreibt. EWE ist aktiver Partner bei "Callux", dem bundesweit größten Praxistest von Brennstoffzellen im Eigenheim. Zudem bringt EWE sein Know-how in nationalen und internationalen Förderprojekten ein und hat sich damit zu einem anerkannten Schrittmacher der Brennstoffzellen-Technologie entwickelt.
Ein Schwerpunkt der EWE-Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien ist die Windkraft. Hier beteiligt sich EWE maßgeblich daran, innovative Lösungen zu entwickeln. Ein Beispiel dafür ist die Realisierung des ersten deutschen Offshore-Windparks alpha ventus, der durch die 2006 gegründete „Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur-GmbH & Co. KG“ (DOTI) verwirklicht wurde. Die EWE AG ist mit 47,5 Prozent beteiligt und realisierte das Projekt mit weiteren Partnern aus der Energiebranche. Im April 2010 wurde der Windpark offiziell eingeweiht. Zwölf Windanlagen der Multi-Megawatt-Klasse (> 5 MW) erzeugen jährlich Strom für umgerechnet rund 50.000 Haushalte. Beim Bau arbeiteten die Projektpartner eng mit Windanlagenherstellern und dem Bundesumweltministerium zusammen. Darüber hinaus ist EWE am Forschungsprojekt ANEMOS.plus beteiligt. Ziel dieses Projektes ist es, die heutigen Systeme zu verbessern, mit denen der aus Windkraft erzeugte Stromanteil vorhergesagt werden kann. Dieses Projekt wird von der Europäischen Union gefördert.
Darüber hinaus bietet die Nutzung von Biogas für EWE interessante Perspektiven auf dem Gebiet der regenerativen Energien. So nahm das Unternehmen Ende 2007 im niedersächsischen Werlte bundesweit eine der ersten Biogasaufbereitungsanlagen in Betrieb, im September 2009 eine zweite Anlage in Wüsting. Das Biogas wird so aufbereitet, dass es der Qualität von Erdgas entspricht und anschließend direkt in das Ortsnetz eingespeist. Damit kann das Biogas auch andernorts zur Erzeugung von Strom und Wärme oder als Kraftstoff genutzt werden.