Ergänzungsband: Überlegungen zur Didaktik der Energiebildung
Damit möglichst viele Menschen lernen, effizienter und sparsamer mit Energie umzugehen, brauchen wir Anreizsysteme und geeignete politische Rahmenbedingungen. Ebenso brauchen wir begleitende Bildungs- und Kommunikationsprozesse: Bürgerinnen und Bürger müssen mit Wissens-, Erkenntnis- und Bewertungskategorien zu energiewirtschaftlichen Sachverhalten ausgestattet werden. Diese Bildungsaufgabe zielt deshalb nicht allein darauf ab, das individuelle Verhalten zu ändern, sondern muss auch Maßstäbe für eine verantwortliche gesellschaftliche Teilhabe an Veränderungsprozessen im Blick haben. Bei der Analyse der Energieproblematik zeigt sich deutlich, dass die genannten Ziele nur in Verbindung mit ökonomischen Kompetenzen zu erreichen sind. Schülerinnen und Schüler müssen sich mit den Prozessen und Strukturen unseres Arbeits- und Wirtschaftslebens so früh wie möglich auseinandersetzen, um sich in ihren gegenwärtigen und zukünftigen Rollen als Verbraucher, Erwerbstätige, Unternehmer und Staatsbürger zurechtzufinden. Die Notwendigkeit dieser Forderung zeigt sich insbesondere in Verbindung mit technologischen Neuerungen: Ihre Chancen und Risiken richtig einschätzen zu lernen, stellt unsere Gesellschaft und auch den Einzelnen vor eine schwierige Aufgabe.
Der Ergänzungsband zur Energiebildung beschreibt in zehn aufeinander aufbauenden Thesen den Weg einer wirkungsvollen Energiebildungsarbeit. Daraus werden konkrete Handlungsempfehlungen und zentrale Lernbedarfe abgeleitet.