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EWE steigert Umsatz in schwierigem Wirtschaftsumfeld

Umsatz wächst um 14 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro


Operatives Ergebnis unter Vorjahresniveau

Oldenburg, 27. April 2009. Das Geschäftsjahr 2008 war geprägt von extremen Unterschieden bei den Energiepreisen. Der Rohölpreis kletterte zeitweise auf einen Tageswert von 140 Dollar pro Barrel, am Ende des Jahres lag er bei etwa 50 Dollar. Die gestiegenen Beschaffungskosten konnte EWE durch die zeitversetzte Anhebung der Energiepreise nicht vollständig ausgleichen. Am Ende des Jahres machte sich zudem die einsetzende Wirtschaftskrise bemerkbar. „Gemessen an diesen Rahmenbedingungen können wir mit dem Jahresergebnis 2008 zufrieden sein“, sagt der EWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Brinker.

Beim Ausblick ist er vorsichtig optimistisch: „2009 wird sicher ebenfalls kein leichtes Jahr, aber ich sehe EWE sehr gut vorbereitet auf die kommenden Herausforderungen.“ Nur ein Beispiel für erfolgreiches Handeln war die Markteinführung des Bündelproduktes „Trio“. Für das Angebot Strom, Erdgas und Telekommunikation aus einer Hand zu beziehen, haben sich im ersten Jahr 35.000 Kunden entschieden. „Damit haben wir unsere Kundennähe unter Beweis gestellt“, so Brinker. Zur Stärkung der Position auf dem internationalen Energiemarkt hat EWE sich an einem weiteren Erdgasversorger in der Türkei beteiligt. EWE steigerte 2008 seinen Konzernumsatz auf 5,3 Milliarden Euro (plus 14 Prozent). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging gegenüber dem Vorjahr zurück und lag bei 422,9 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss ging deutlich zurück auf 207,5 Millionen Euro. Hauptgründe waren steigende Zinsaufwendungen und der Wegfall eines einmaligen Steuereffekts, den es 2007 gegeben hatte.

Geschäftsbereich Energie

Im Geschäftsbereich Energie hat EWE seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 15,5 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro gesteigert. Der Erdgasabsatz beläuft sich auf 40,5 Milliarden Kilowattstunden, das entspricht gegenüber 2007 einem Anstieg um 8 Prozent. Wesentliche Ursache ist die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung, außerdem erhöhte sich bei den Verteilerwerken die Absatzmenge durch die Neugewinnung von Kunden. Der Stromabsatz ging um 7 Prozent zurück. Hier macht sich auch ein verändertes Verbraucherverhalten bemerkbar. Das EBIT ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück auf 134,1 Millionen Euro. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus erhöhten Abschreibungen (Speicherprojekt Rüdersdorf).

Geschäftsbereich Netz

Der Geschäftsbereich Netz zeigte sich sehr stabil und verzeichnete 2008 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro (plus 7 Prozent). Das EBIT lag mit 137,6 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau (135,7 Mio. Euro). Die Konzerntochter EWE NETZ hat erfolgreich ihre Kosten gesenkt und so trotz einer Kürzung der Entgelte für ihre Stromnetze durch die Bundesnetzagentur im Berichtszeitraum ein besseres Ergebnis erzielt.

Geschäftsbereich I + K

Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 601,0 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich um über 50 Prozent auf 65,2 Mio. Euro. Ausschlaggebend waren die verbesserten Umsätze durch den Kundenzuwachs, Kosteneinsparungen sowie Zuwächse innerhalb der Telekommunikationsgruppe. Im Privatkundengeschäft konnten die Telekommunikationsunternehmen im Konzern erneut zulegen auf jetzt 671.524 Kunden (Vorjahr: 555.636).


Mitarbeiterzahl deutlich gestiegen

2008 waren im EWE-Konzern 5.347 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber 2007 entspricht das einem Zuwachs von 13,9 Prozent. Der Anstieg ist sowohl auf Veränderungen im Konsolidierungskreis, als auch auf einen Stellenaufbau in den Konzerngesellschaften zurückzuführen. Deutlich gesteigert hat sich die Zahl der Auszubildenden im EWE-Konzern. Sie liegt jetzt bei 331 (Vorjahr: 250). Grund ist der gewachsene Konsolidierungskreis.

Ausblick

Im laufenden Jahr ist mit einem konjunkturbedingten Rückgang bei den Umsatzmengen von Strom und Erdgas zu rechnen. Dennoch hat sich EWE eine Verbesserung des Jahresergebnisses zum Ziel gesetzt. Die Energiepreise erwartet Brinker auf einem ähnlichen Niveau wie derzeit. Daraus resultieren Spielräume für eine weitere Senkung der Erdgaspreise im Sommer.

Kennzahlen:

 

2008

2007

Veränderung

in %

Konzern

     

Umsatz

5.327,3 Mio. €

4.656,2 Mio. €

14,4

EBIT

422,9 Mio. €

442,9 Mio. €

- 4,5

Jahresüberschuss

207,5 Mio. €

299,2 Mio. €

- 30,6

Mitarbeiter

5.347

4.693

13,9

Auszubildende

331

250

32,4

GB Energie

     

Erdgasabsatz

40.454 Mio. kWh

37.618 Mio. kWh

7,5

Stromabsatz

13.348 Mio. kWh

14.323 Mio. kWh

- 6,8

Umsatz

4.036,4 Mio. €

3.493,6 Mio. €

15,5

EBIT

134,1 Mio. €

194,1 Mio. €

- 30,9

GB Netz

     

Umsatz

1.647,9 Mio. €

1.540,3 Mio. €

7,0

EBIT

137,6 Mio. €

135,7 Mio. €

1,4

GB I+K

     

Umsatz

601,0 Mio. €

550,3 Mio. €

9,2

EBIT

65,2 Mio. €

42,8 Mio. €

52,3

GB Holding

     

Umsatz

7,5 Mio. €

5,7 Mio. €

31,6

EBIT

278,8 Mio. €

392,6 Mio. €

- 29,0



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